Judo in Gilching

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Judo in Gilching - Teil I

20 Jahre Judo im TSV


Nicht nur der Hauptverein hat in diesem Jahr einen triftigen Grund zum Feiern. Seit 1970 gibt es nun auch schon die Judoabteilung innerhalb des TSV-Vereinsgefüges. Damals konnte man schon kurz nach dem Beitritt anlässlich der Einweihung der neuen Rathaus-Turnhalle mit einer perfekten Judo-Vorführung auf sich Aufmerksam machen.

Es muss also schon eine Vorgeschichte gegeben haben. Tatsächlich wurde bereits 1997 auf Grund einer Initiative von Helmut Meier in Oberpfaffenhofen im Geiste von Judo geschwitzt.

Damals noch in der Firmenkantine von Dornier und auf privat gekauften Matten. Schon in der Anfangsphase hatte man das Glück des Tüchtigen.

Es konnten Karl Heider, 2. Dan aus Inning und auch Rolf Stocky vom ESV-München als Dauertrainer gewonnen werden. Die Weichen waren also auf Leistung, Technik und Körperbeherrschung gesetzt und erst nach fünf Jahren Training wurde die erste Gürtelprüfung in der Betriebssportgruppe Dornier (BSG) durchgeführt. 1968 siedelte man für zwei Jahre in das Schützenheim nach Gilching um. Auch dieser kurze Zeitraum bot Anlass für den Erfolg der Abteilung in den siebziger Jahren. Es fand damals der erste konzentrierte Anfängerkurs in Judo statt. Daraus gingen nicht nur aktive Kämpfer, sondern auch Trainer und Organisatoren hervor. Deshalb seien hier auch kurz ihre Namen aufgezählt:

Christa Klotz, Siegfried Klotz, Herbert Mathes, Johannes Koritnik, Franz Rankl, Franz Schlammerl, Holger Schulze, ...

1970 war es dann soweit. Judo fand seine jetzige Heimat im TSV. Dies war nicht zuletzt ein Verdienst des ersten Abteilungsleiters, Helmut Ziegleder, der schon ab Mitte der sechziger Jahre sein Organisationstalent unter Beweis stellte. Er verstand sich aber nicht nur im "Managen" sondern sorgte mit seiner erfolgreichen Hausfrauen-Selbstverteidigung sicherlich für Verwirrung unter den Ehemännern.

Nach dieser gesamten Aufbauarbeit im Training blieben vorzeigbare Erfolge nicht mehr lange aus:

  • Helmut Meier wurde 2. Bayerischer Meister
  • bei den in Gilching ausgetragenen Mannschaftsmeisterschaften am 11.10.75 belegte man den 1. Platz
  • am 6.11.76 der 2. Platz der Münchner Bezirks-Mannschafts-Meisterschaften
  • Armin Kurzmeir, damals 14 Jahre alt, wurde im gleichen Jahr Dritter der südbayerischen EM
  • Im Jugend-Osterturnier belegten Andy Moises und Josef Schwojer den 2. Platz
  • Karin Wiedemann wurde zweimal bayerische Süd-Meisterin

Sollten Sie, als nicht zur Abteilung gehörender Leser, nun zu der Auffassung gekommen sein, Judo wird im TSV in asketischer Enthaltsamkeit und strengster Disziplin ausgeübt, sind Sie auf dem Holzweg. Basis für unser gesundes Vereinsleben sind nicht nur Trainingsinhalte, sondern die ausgleichenden Aktivitäten. Für ehemalige Teilnehmer dürften die privaten Sommerfeste in

Beuerberg oder die Abteilungsfeste mit Spanferkel angenehme Erinnerungen wecken. Doch nun zurück zum Organisatorischen.


Nach dem Ausscheiden von Helmut Ziegeleder übernahm Marianne Wegener 1974 nach einer halbjährigen Übergangsphase das Amt der Abteilungsleitung. Für das folgende 10jährige Wirken verdient sie die besondere Anerkennung der Abteilung. 1982 und 1983 konzentrierte sich das Training auf die Vorbereitung zur Schwarzgurtprüfung.


Wie in jeder Abteilung kann es nicht immer nur aufwärts gehen. Mitte der 80er Jahre gelang es Stefan Knör, der 1984 zum Abteilungsleiter gewählt wurde, zusammen mit den Trainern und der weiteren Abteilungsleitung der Abwanderung der vorwiegend jugendlichen Judokas Einhalt zu gebieten.


Das Training konnte geordnet weiterlaufen und auch ein dritter Platz in der Münchner Kreisliga konnte die Herren-Mannschaft wieder erreichen.


Heute stehen der Abteilung 4 aktive Dan-Träger zur Verfügung, Rolf Stocky, Hans Koritnik, Josef Stangl und Karl Koritnik. Doch nicht nur Schwarzgurte sieht man zur Zeit während der

7 Trainingseinheiten jede Woche "vorne stehen". Mit einer Übungsleiterausbildung weiß man auch schon, wie man vorwiegend unsere Kinder, Schüler und Jugendlichen zum "Schwitzen" bringt.

Zuständig hierfür sind Robert Weiderer, Josef Schwojer, Michael Balk und Boris Wohlmann.


Seit kurzer Zeit ist der Verein jedoch wieder in Aufbruchsstimmung. Nicht nur die Trainingsteilnahme stieg erheblich an, sondern auch der andere wesentliche Abschnitt des Abteilungslebens, nämlich Freundschaften und Feste, gibt Anlass zur Freude. Von den 120 Mitgliedern der Abteilung besaßen im Juli 90, 48 die Technik und den Mut sich einer Prüfung zu unterziehen - natürlich erfolgreich. Die im letzen Jahr eingeführte Hüttenübernachtung mit Kind und Kegel war auch in diesem Jahr ein Erfolg. Neue Überanzüge mit Judo-Aufdruck prägen zwar zur Zeit noch nicht das "Stadtbild" von Gilching, sind aber dem einen oder anderen schon ins Auge gefallen. Der 3. Platz in der Kreisliga wurde 1990 auch wieder erreicht. Insgesamt ist zu erwarten, dass nach unserer Vorführung am 22.9. anlässlich des Jubiläums, die Anfängerkurse für Jung und Alt großes Echo finden. Näheres darüber entnehmen Sie bitte unserem Beiblatt zur Jubiläumsschrift.  Bei der Erstellung dieses Berichtes konnte leider nur begrenzt auf schriftliche Aufzeichnungen zurückgegriffen werden, deshalb ist vielleicht der eine oder andere Leistungsträger in der langen Geschichte der Abteilung unerwähnt geblieben.


Abschließend möchte ich mich noch bei allen Mitgliedern der jetzigen Abteilungsleitung d.h. Karin Poestges, Barbara Ottl, Stefan Knör, und den bereits erwähnten Trainern für ihren Einsatz während des letzten Jahres bedanken


Gerhard Geiß - Abteilungsleiter


17.7.90

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